Einstieg in das Social Media Marketing für ein Unternehmen

Buchcover: Christian Olivier Dox Kleinstunternehmen im Umfeld von Social Media Marketing

Wie bekomme ich als Unternehmen einen guten Start in den Einstieg von Social Media Marketing hin?
Das und die damit verbunden Chancen, Risiken und Herausforderungen in Theorie und Praxis besonders für Kleinstunternehmen ist die Kernfrage, um die es sich in meiner vor einem Jahr veröffentlichten Bachelor Thesis (1.0) geht.
Zu diesem Thema habe ich daher eine Vielzahl an Büchern gelesen ehe dann in einem Experiment für fünf Unternehmen Social Media Marketing – Konzepte erarbeitet und getest wurden.

Einführungen ins Thema Social Media

Gute und schnelle literarische Einführungen ins Thema fand ich bei Dan Zarella: Das Social Media Marketing Buch – Köln, O’Reilly 2010 und für den praktischen Einstieg in
Thomas Pfeiffer/Bastian Koch: Social Media. Wie Sie mit Twitter, Facebook und Co. Ihren Kunden näher kommen.

Die Klassiker zum Thema Social Media

Zwei Klassiker sind m.E. von David Meerman Scott: Die neuen Marketing und PR-Regeln im Web 2.0. 2. Auflage, Heidelberg, mitp-Verlag 2010 und von Erik Qualman: Socialnomics.  Wie Social Media Wirtschaft und Gesellschaft verändert. Heidelberg, mitp-Verlag 2010.

Ratgeber für Konzepte, Taktiken und Strategien

Wer Strategien für sein Unternehmen sucht ist mit Claudia Hilker: Social Media für Unternehmer. Wie man Xing, Twitter, YouTube und Co. erfolgreich im Business einsetzt, Wien, Linde 2010 sehr gut bedient. Ebenso eignet sich Reto Stuber: Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter, Xing und Co. Düsseldorf, Data-Becker 2010. Herr Stuber stand übrigens per Xing auch netterweise für Nachfragen bereit.

Spezialisierungen nach einzelnen Social Media Kanälen

Je nachdem welchen Weg man geht, gibt es noch diverse Spezialisierungen. M.e. sind sehr empfehlenswert:

  • Annette Schwindt: Das Facebook-Buch, Köln, O’Reilly 2011.,
  • Andreas Lutz/Joachim Rumohr: Xing optimal nutzen, Wien, Linde 2010 oder
  • Nicole Simon, Nikolaus Bernhardt: Twitter. Mit 140 Zeichen zum Web 2.0.München, Open Source Press, 2010.

Ergebnisse

Konzepte, Strategien und Taktiken muss man sicher individuell erarbeiten. Für die Thesis habe ich mit fünf Unternehmen diese erarbeitet und getestet. So stellte sich heraus das für das Marketing eines Zauberversandes YouTube sehr gelungen war und über Twitter gut über Messetermine berichtet werden konnte, während sich für eine Sanitär- und Heizungsbaufirma und eine Seminarverwaltung Xing sehr lohnte und ein Fotostudio viele, viele Fans über Facebook hatte und darüber die Monatsaktionen und Referenzen vorgestellt werden. Vier von fünf Unternehmen aus der Thesis nutzen die eingerichteten Social Media Kanäle noch heute, fast anderthalb Jahre danach.

Vorgehen beim Start

Nach dem man sich die Basics angeeignet hat empfehle ich zuerst eine Zielgruppenanalyse. Welche Personengruppen will ich ansprechen und welchen Nutzen haben diese an meinem Angebot? Dann könnte man über http://www.socialmediaplanner.de/ prüfen, welcher Kanal (aktuell 298 gelistet) die gewünschte Zielgruppe am besten abbildet. Social Media kostet viel Zeit. Konzentration auf weniger kann daher mehr sein. Verzetteln sollte man sich nicht. Wenn man keine Zeit dafür aufwenden kann, kann man es gleich lassen. Ein Profil bei Twitter, Facebook oder Xing alleine reicht i.d.R. nicht aus.

Wichtig sind in der Theorie und das bestätigt auch meine Praxis: Transparenz, Ehrlichkeit und Authentizität. Dann kann das Ganze gut gelingen.

Die ganze Thesis kann als Buch über verschiedene Kanäle bezogen werden: <<mehr>>

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Gibt es 100 prozentige Barrierefreiheit?

Bereich WCMSEine Frage bei www.gutefrage.net bewog mich zu meinem heutigen Thema. Ein Nutzer war dort auf der Suche nach einem geeigneten und barrierefreien (Web-) Content Management System [ (W)CMS].

 

Was bedeutet Barrierefreiheit

Die Regeln zur Barrierefreiheit sind in der BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung), welche für Internetauftritte und -angebote von Behörden gelten geregelt. Daraus ergeben sich eine Vielzahl von Anforderungen, die hier zu finden sind: <LINK zu den Anforderungen der BITV>

Probleme für die Barrierefreiheit bei der Anwendung von WCMS

Grundsätzlich sind viele CMS geeignet, barrierefreie Websites zu erstellen. Leider kann auch ein CMS, welches barrierefrei eingerichtet wurde, bei falschem Gebrauch von den Redakteuren in kürzester Zeit nicht mehr barrierefrei sein. Die Gründe liegen  z.B.

  • im Einstellen von Bildern ohne Alternativnamen für Screenreader,
  • Benutzung von Abkürzungen, die nicht erläutert werden oder
  • Zuweisungen von Farben, die für Menschen mit Farbschwächen (Dyschromatopsie (Rot-Grün),  Protanopie (Rotblindheit), Deuteranopie (Grünblindheit), Tritanopie – (Blaublindheit) oder Achromatopsie (absolute Farbblindheit)  zu wenig Kontrast bieten) .

100% Barrierefreiheit: Mythos oder Leitbild?

Eine fast 100% barrierefreie Seite mittels CMS ist m.E. fast ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist eine eher wünschenswerte,  Idealtypische Vorstellung. Dabei ist eine Berücksichtigung der Barrierefreiheit auch im Hinblick für Suchmaschinenoptimierung/SEO sehr zu empfehlen [s. Heide Balzert: „Webdesign- und Web-Ergonomie, Witten, W3l-Verlag 2004, S. 235].

Geeignete WCMS für barrierefreies Webdesign

Zur Umsetzung der in der  BITV genannten Anforderungen kommen somit einige CMS in Frage wie z.B. Contao (ehemals Typolight). Es wirbt sogar mit „Barrierefreiheit“ auf seiner Startseite. Es gibt für Contao gute Literatur (z.B. von Leo Feyer („Das offizielle Contao-Handbuch“) , Anne-Kathrin Merz („Contao, das umfassende Praxisbuch, Peter Müller („Websites erstellen mit Contao“), Nina Gerling („Contao für Redakteure“) und Thomas Weitzel („Mit Contao Webseiten erfolgreich gestalten: Konzeption, Umsetzung, Beispielprojekte“)  zur Umsetzung und eine tolle Community, die schnell hilft.

Ich habe 2006 an einer Schulung für das CMS Webbutler http://www.webbutler.info/) teilgenommen. Es ist auf Barrierefreiheit spezialisiert. Der höhere Aufwand in der Umsetzung bedingt eine allerdings in einer höheren Preislage, welcher sich für Behörden sicher rechnen kann.

Neben dem Webbutler nutzte ich u.a. die Open-Source-CMS Contenido, WordPress, Typo3 und div. kleineren CMS und finde persönlich Contao im Bezug auf den Mix Barrierefreiheit, Preisleistung, Handling für Kunden, Handling bei der Umsetzung von Websites durch Webentwickler/Webdesigner sehr gelungen.

Fazit:

100% Barrierefreiheit ist ein schönes Ziel, welches man im Auge behalten sollte. Das Hauptziel ist die Erreichbarkeit von Seiten für möglichst viele Menschen. Nicht zur Unterschätzen ist der hohe Nutzen der Einhaltung der Anforderungen der BITV  bzgl. der Suchmaschinenoptimierung/SEO. Der Erhalt eines  barrierefreien Webauftritts mit einem CMS erfordert für die Nachhaltigkeit die regelmäßige Schulung der Redakteure in den Grundlagen der Barrierefreiheit nach BITV.

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Erfahrungen und Probleme bei der Einrichtung des CMS WordPress

Bereich WCMSNun bin ich also auch ein Nutzer von WordPress. Über meine ersten Erfahrungen mit der Inbetriebnahme berichte ich heute hier.

Installation

Die Installation lief im großen und ganzen reibungslos. Das Webpaket bei meinem Webhoster musste ich allerdings upgraden, da die Installation trotz vorhandener MySQL-Datenbank eine komplett freie DB  benötigte. Sehr hilfreich war bei der Umsetzung das Buch „Webseiten erstellen mit WordPress“ von Clemens Gull aus dem Franzis Verlag (2012).

Die Eingangsinstallation geht im Vergleich zu einem System wie Typo3 noch recht schnell:

  • WordPress z.B. auf http://wpde.org/download/ herunterladen
  • Das zip-Archiv entpacken
  • Das Entpackte Verzeichnis per FTP-Client auf den Webserver laden
  • Seite aufrufen und die benötigten Angaben (z.B. Datenbank-Verbindungsdaten) eingeben oder die Datei wp-config.php im Vorfeld entsprechend codieren (mehr dazu hier).

Aufwendiger ist da schon die notwendige Einrichtung einer Vielzahl von Plug-Ins. Diese Funktionen sind in anderen Systemen wie z.B. Contao bereits in der Basisversion enthalten.

Design und Layout

Es gibt bereits vorhandene Templates („Themes“). Die vorhandenen lassen sich schnell bearbeiten. Man sollte die RGB-Werte aus dem eigenen Styleguide im Hex-Format vorrätig haben. Bei eigenen Bildern ist auf die Größenvorgabe von 1000 x 288 Pixel. zu achten. Angelegte Bilder können danach nur über den Menupunkt „Mediathek“ gelöscht werden. Wer mehr will, sollte sich seine eigenen Themes programmieren. Hier kann das Buch „WordPress-Themes: Design und Implementierung für WordPress 3″ von Christian Gatzen mehr Hintergrundinformationen liefern.

Ergonomie

WordPress ist recht intuitiv bedienbar, obgleich man manche Optionen, wie das Löschen von Headerbildern oder Einloggen auf der Startseite an anderen Stellen vermutet, wenn man andere WCMS kennt. Die Lernkurve ist generell recht steil.

Fazit:

Für Kunden, die das Web als Visitenkarte nutzen wollen mit vielleicht einer kleiner Galerie und einem Blog, ist das System eine günstige Alternative und handhabbare Alternative. Für die Hostingkosten sollte man zwischen 3 und 5 Euro mindestens einplanen, da php und MySQL benötigt werden. Wenn es aber bei in etwa gleichen Hostingkosten etwas mehr sein sollte, bieten sich andere Systeme -z.B. Contao- eher an.

 

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